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- Fischland - Ahrenshoop
- Das Fischland beginnt hinter Dierhagen, bei den Ribnitzer Wiesen, etwa acht Kilometer vor dem Hauptort Wustrow und es endet am Grenzweg in Ahrenshoop.
Dieser Grenzweg war bis 1918 die Grenze zwischen Mecklenburg und dem
bis Königsberg reichenden Preußen.
- Ausflüge in die Umgebung
- Am interessantesten ist das Freilichtmuseum
in Klockenhagen, das zwanzig Häuser des alten Mecklenburgs auf einem
alten Hof versammelt. Die Häuser stammen aus den letzten vierhundert
Jahren, wurden abgetragen und auf dem Museumsgelände wieder aufgebaut.
Zu sehen sind eine alte Kirchbe, etliche bauenrhäuser, eine alte
Schule, ein Backhaus und weil das Gelände dorfähnlich aufgebaut ist,
ist es auch für kleine Kinder interessant. Die ältere Generation
begeistert sich für Kräutergärten, für die Kleinen gibt es Spielplätze
und wir haben mit drei Generationen hier drei schöne Stunden verbracht.

- Links zu Wustrow
Homepage des Ortes
- Wikipedia-Artikel
- Webcam des Strandes
- Friedhof Wustrow
Seenotrettungsstation
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- Ahrenshoop (Fischland)
- heißt der nächste Ort, eine ehemalige Künstlerkolonie, zwar kunsthistorisch nicht so bedeutsam wie Worpswede,
aber mit einer immer noch aktiven Künstlerszene. Die Maler,
die ab der Mitte des 19. Jahrhunderts hierhin kamen, waren Anna
Gerresheim (1852-1921), Hugo Richter-Lefensdorf (1854-1904), Paul
Müller-Kaempff (1861-1941), Elisabeth van Eicken (1862-1940) und sie
gründeten hier eine eigene Malerkolonie, ähnlich dem „Schwaan“ bei
Rostock oder der „Malweiber“-Szene in Hiddensee.
Gerade Paul Müller-Kaempf spielt eine wesentliche Rolle hier und es
gibt eine Bild von ihm in der Kunstahlle, was jede Wohnung sprengen
würde, weil es so groß ist (211 x 350 cm). Es ist aber auch ziemlich
gut: „Schifferfriedhof“
- Man findet
in Ahrenshoop viele Künstlerwerkstätten, außerdem die 2013 neu eröffnete Kunsthalle am
Ortsausgang nach Born mit guten Wechselausstellungen. Diese
Kunsthalle versucht, die Maler des 19. Jahrhunderts mit den aktuellen
Strömungen gegenüberzustellen, was seinen Reiz hat, aber manchmal ein
gewisses Denken um die Ecke erfordert. In den drei Jahren, seit es
diese Kunsthalle gibt, habe ich kaum eine Ausstellung versäumt (was für
die Qualität spricht, da ich in Köln / Bonn und Frankfurt fast alles
haben kann, was ich will). Das absolute Highlight 2016
war eine Ausstellung mit mit etwa 300 Werken Lyonel Feiningers, die seine Zeit in
Wustrow und an der Ostsee um 1912 wiedergab - da habe ich mit den Ohren
geschlackert. Außerdem
gibt es regelmäßige Auktionen, auf denen man durchaus Schnäppchen
machen kann, weil die Malerschule des 19./20. Jhts erst jetzt beginnt,
wertvoll zu werden: Auf dem Ahrenshooper
Kunstmarkt Anfang August 2018 ging ein kleiner Müller-Kempff immer hin
für € 33.000. weg und gegenwärtig (Sommer 2018) läuft eine recht gute Ausstellung über Dora Koch-Stetter.
- Ich verstehe manchmal nicht alles,
was an Moderne gezeigt wird, aber ich kann mit meiner diesbezüglichen
Unvollkommenheit ganz gut leben - ebenso manche Künstler, denn weil die
wissen, daß die Ü50-Generation ihr Geld nicht nur für Kunst ausgibt,
ist alles
etwa ein Drittel teurer als z.B. in Wustrow, so daß es dem Ort Ahrenshoop spürbar
besser geht als der ärmeren Schwester fünf Kilometer entfernt.
- Vom
Kunstmuseum aus gab es bis vor wenigen Monaten eine Jahrhunderte alte
Allee zum Hohen Ufer. Nun sind alle Bäume abgeholzt, die Allee ist weg
und die Anwohner sind sauer, weil die Gemeinde und der Bürgermeister
entschieden haben, ohne die Anwohner anzuhören. Die Bäume waren nicht
mehr standsicher und mußten gefällt weren - wie die drei Pappeln auf
dem Bild unten, die es nun auch nicht mehr gbt...
- Ferienhäuser
am Meer liegen weit oberhalb der Schmerzgrenze und so verliert sich
meist der Geldadel in den teuren Villen an der Steilküste. Damit nicht
jedes Jahr ein halber Meter dieser Küste vom Meer abgeknabbert wird,
hat man auch hier etwa hundert Meter vom Strand ordentlich große
Felsbrocken im Meer deponiert, die zumindest als Wellenbrecher vor den
Villen und der Aussichtstribüne funktionieren und dafür sorgen, daß
dort kein Strand verschwindet. Die Franzosen machen das auch schon
lange, sie benutzen an der Atlantikküste dafür die alten
Bunkerstellungen, die vor sechzig Jahren unter dem GröFaZ mit deutschem Beton von
deutschen Soldaten auf den französischen Dünen erbaut wurden und nun
hundert Meter davor im Meer liegen. Da die Ahrenshooper nur einen alten
Bunker im Meer haben, müssen sie die Felsbrocken eben irgendwo auftreiben. Der
Effekt ist der gleiche und die malerischen Villen sind wohl für die
nächsten hundert Jahre geschützt - wie die französischen Dörfer. nach oben

- Diese Art Häuser
sind nicht käuflich, können aber für mittleres bis größeres Geld tage-
und wochenweise gemietet werden. Schön sind sie trotzdem
- Im
Herbst leuchtet der Sanddorn rot über die Dünenflora und dieses Zeug
wächst hier in solchen Massen, daß es eine florierende Industrie gibt,
die die roten Perlen verarbeitet, als Saft, Likor, Marmelade (schmeckt
sehr gut), Parfüm oder Seife verkauft und damit einen guten Nebengewinn
erzielt. Parallel dazu kann man - je nach Jahreszeit - die
entsprechenden Aquarelle und Ölbilder erstehen. Die Themen wechseln
natürlich: Steilküste im Schnee, Steilküste im Frühling, Steilküste
im Sommer mit und ohne badende Kinder, Steilküste im Herbst mit
reichlich Sanddorn und so weiter. Die Ahrenshooper wissen schon, was
ihre Zielgruppe gerne kauft. Übrigens malen alle Künstler gerne nach
Bestellung und damit ist die Kunst wieder da, wo sie schon bei
Rembrandt war: Konservierung des Geldadels. Irgendwovon müssen die
Maler ja leben.
- Anschrift Kunsthalle Ahrenshoop:
- Kunstmuseum Ahrenshoop, Weg zum Hohen Ufer 36, 18347 Ostssebad Ahrenshoop. Tel +49 38220 66790, www.kunstmuseum-ahrenshoop.de
- Anschrift "Schwaan":
- Kunstmühle , Mühlenstr 12, 18258 Schwaan. Tel +49 3844 891792, www.kunstmuseum-schwaan.de
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- Steilküste mit Sanddorn im Herbst, nicht gemalt, nur geknipst und daher umsonst.
- Im
Herbst wird die Steilküste zum Dorado für die Wind- und Kitesurfer,
denn die Windstärken der Herbststürme bieten optimale
Trainingsmöglichkeiten für die Könner. Bei einem der starken
Herbststürme 2013 waren wir am Strand und schauten fasziniert zu, wie
die Kite-Surfer eine Luftfigur nach der anderen zeigten und ein
atemberaubendes Tempo auf den Wellen fuhren. Es sah schon ziemlich
weltmeisterlich aus. nach oben

- oben: Der Sturm treibt ordentlich Sand vor sich her
unten: Eine gekonnter Start aus dem Stand, der Wind war einfach stark genug.

- Weitere Dörfer gibt es in Fischland nicht mehr - hinter dem Ahrenshooper Grenzweg beginnt der Darß. Weiter - nach oben
- Außerdem interessant:
- Boddenfahrten ab Wustrow oder Zingst, insbesondere die Kranichfahrten im September/Oktober vom Darß
- Bernsteinmuseumin Ribnitz-Damgarten (im Kloster Ribnitz)
- Anschrift:
- Deutsches Bernsteinmuseum, Im Kloster 1 - 2, 18311 Ribnitz-Damgarte. Tel +49 3821 2931, www.deutsches-bernsteinmuseum.de
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