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Greifswald
Text und Fotos: © Martin Schlu 2008-2016 , 5. August 2016

zurück - Marktplatz - St. Marien - St. Nikolai

Ich hatte noch nie etwas von Mecklenburg gehört , kannte aber das Bild von Caspar David Friedrich - „CDF“ wie er in der Familie immer salopp genannt wurde und damit wurde das ferne Greifswald genauso wie die Insel Rügen in den 70er und 80er Jahren ein Sehnsuchtsort, der unerreichbar war, denn ein Besuch dort ging ja zu DDR-Zeiten nur auf persönliche Einladung und wen sollte man schon in Greifswald oder Rügen kennen. Aus meinem Schulwissen glaubte ich, die Zeit wäre in der „Ostzone“ stehen geblieben und das lag wohl auch an meinem Erdkunde
buch, bei dem unter „Polnische Landwirtschaft“ ein verschlammter Feldweg mit einem Trabi zu sehen war, an dem der eine Pole werkelte, während der andere die Wiese mit einer Sense mähte (gesehen etwa 1975/76 in einem Schulbuch von Seydlitz). Die DDR, das wußte ich immerhin, war etwas moderner und konnte selbst Lastwagen bauen, aber über Pommern oder Vorpommern wußte man nichts und wollte nichts wissen und so stellte ich mir die von CDF gemalten Landschaften als eine Art frühe Fotos vor, die wohl noch gültig waren.
Da war ich etwa sechzehn.

Caspar David Friedrich: Wiesen bei Greifswald
Caspar David Friedrich: Wiesen bei Greifswald

Es hat Jahrzehnte gedauert, bis ich weiter als Berlin vorgedrungen war, denn das war bis zum Mauerfall ja ausgesprochen schwierig und noch 1987 - ich war mit Blechbläsern nach Dresden eingeladen um dort zu spielen - machten es einem die Vopos nicht leicht, das Land sympathisch zu machen („Gänsefleisch emol de Gofferraum uffmache?...“), doch das ist zum Glück ja schon länger vorbei. Trotzdem ist Vorpommern vom Rheinland etwas weiter weg und da kommt man nicht  mal eben vorbei. Da wir aber seit ein paar Jahren eine Möglichkeit haben, uns länger in Rostock aufzuhalten, sind von da aus Tagesreisen immer drin und über die A 20 ist man in einer guten Stunde dort. Es dauert einfach länger, bis man die Stadt kennenlernt, wenn man nur selten hinkommen kann. Daß Greifswald so heißt, liegt an der Herrscherdynastie der „Greifen“, die in Pommern seit 1191 in Stettin herrschten. 1164 unterstanden die Greifen Heinrichs dem Löwen und nach einem kurzen dänischen Intermezzo gehörten sie 1227 wieder zum römisch-deutschen Kaiser. Herzogssitz war später Wolgast, und von dort aus wurde im herzoglichen Wald die erste Siedlung angelegt - eben im Greifs-Wald.
 
Der Greifswalder Marktplatz
Häuser und Geschäfte des Spätmittelalters, der Renaissance und des 19. Jahrhunderts harmonieren im Ensemble, das es so ähnlich bestenfalls noch in Wismar oder Stralsund gibt. Die meisten großen Plätze der Hansestädte sind zugebaut.

Marktplatz
 Das Navi führt einen bei der Eingabe „Zentrum“ in die Garage am Greifswalder Markt und man ist natürlich direkt in der Altstadt. Der riesige Marktplatz fällt ins Auge, ebenso die ähnliche Bebauung wie in Wismar und Stralsund, denn daß Greifswald  früher das intgellektuelle Zentrum war, kann man schon irgendwie ahnen - immerhin ist die  hiesige Universität eine der ältesten in Deutschland (1456), nur Erfurt (1379), Heidelberg (1386), Köln (1388),  Würzburg (1402), Leipzig (1409) und Rostock (1419) sind noch älter.
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Innenraum der Greifswalder Marienkirche
Innenraum der Greifswalder Marienkirche

Marienkirche
Eine Marienkirche gibt es in jeder Hansestadt, also auch in Greifswald....


Text wird noch geschrieben ....



Greifswalder Nikolaikirche vom Marktplatz
Greifswalder Nikolaikirche vom Marktplatz aus gesehen

Nikolaikirche
Eine Nikolaikirche gibt es in ebenfalls jeder Hansestadt,...


Text wird noch geschrieben ....




Links
https://de.wikipedia.org/wiki/Greifswald
https://de.wikipedia.org/wiki/Greifen
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