www.martinschlu.de


19. Jahrhundert - Frühromantik - Droste - Biographie


Neunzehntes Jahrhundert

Frühromantik

Startseite Droste

1797 Herkunft
1803 Kindheit
1814 Suche
1819 Liebe
1826 Erfolge
1841 Levin
1844 Letzte Jahre
1848 Was bleibt


Literatur
Werke


Werkverzeichnis

Annette von Droste-Hülshoff
1848 Was bleibt...

unter Mitarbeit von
(Anna Eckel) Klasse 10d / 2001, revidiert Juli 2010 © Martin Schlu

zurück - weiter

Droste-Büste von Anton Rüller  im Park von Schloss Hülshoff    Foto: Martin Schlu © Sept. 2006 Grabstein auf dem Meersburger Friedhof
Foto: Martin Schlu © August 2010

1857
Das geistliche Jahr erscheint in einer zweiten Auflage, weil die erste kurz nach Annettes Tod bereits vergriffen ist. Es geschieht sehr bald, was sie in einem früheren Brief  schrieb:
"In hundert Jahren möchte ich gelesen werden.." (Ferchl, S. 187)
Im "Geistlichen Jahr" heißt es an einer Stelle:

Meine Lieder werden leben,
Wenn ich längst entschwand
Mancher wird vor ihnen beben,
Der gleich mir empfand.
Ob ein andrer sie gegeben
oder meine Hand:
Sieh, die Lieder durften leben,
Aber ich entschwand.
(zit. nach Ferchl, S. 187)
_____________________________

 Zusammenfassung
Annettes Sprache ist westfälisch, herb und kraftvoll. Sie liebt das Gespenstische und Spukhafte und ihre Gestalten haben oft die Gabe des zweiten Gesichts.  Sie ist in erster Linie Lyrikerin und unter ihren Gedichten zählen die Naturbilder zu ihren schönsten Werken. Aus ihnen spricht zum ersten Mal die "naturversponnene Dämmerung des Münsterlandes, die noch nie zuvor vom Wort des Dichters durchlichtet worden war". Ihre Werke entdecken die eigenartige Stimmung der Moore und die Poesie der westfälischen Heidelandschaft. Ihr starkes Einfühlungsvermögen in die kleinen Dinge der Natur ist das Besondere ihrer Ausdrucksweise. Die feinfühlige Dichterin spürt und hört die geringsten Geräusche und beobachtet mit außerordentlicher Schärfe das Unscheinbare der Gottesnatur.  Beispiele dafür sind: "Im Grase""Am Turme" und die Ballade "Der Knabe im Moor".
 
"Die Judenbuche" ist ein Meisterwerk der deutschen Novellenkunst. Diese Novelle ist ein Werk des Übergangs von der Romantik zum Realismus. Knapp und realistisch beginnt sie dieses Werk, romantisch sind aber die Landschaftsbeschreibungen, der Aberglaube der Dorfbewohner und die Stimmungskunst, realistisch hingegen wiederrum die sachliche Art der Schilderung. Neben ihren Gedichten und Balladen wird diese Novelle als Kernstück ihres dichterischen Werkes über die Zeiten und ihren Wandel hinweg dauern und ein wichtiger Bestandteil der deutschen Literatur bleiben.
 
Zwei Ereignisse stehen für das Ende der Frühromantik: die mißglückte deutsche Revolution im März 1848 und der Tod Annettes zwei Monate später.

Anna Eckel 2002
Martin Schlu 2010 

Seitenanfang