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Reiseberichte - Belgien - flämische Westküste/Flandern


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Belgien, Nordwestküste/Flandern
Text und Fotos: © Martin Schlu 2008-2014 / Stand: 4. Juli 2016
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Eine Gracht in der Altstadt von Brügge - diese Stadt ist ein wunderbares Freilichtmuseum.

Belgien kennt man als Rheinländer eigentlich eher als notwendigen Durchgang auf dem Weg nach Frankreich und so ist das, was mir seit Jugendzeiten (und das ist vierzig Jahre her) durch den Kopf spukt, in erster Linie ein orangegelbes Licht, was von den Autobahnen herrührte, mit denen die Belgier damals jeden Autobahnmeter ausgeleuchtet haben. In den 1970er Jahren müssen die belgischen Autobahnen die besten in Europa gewesen sein und als ich -  nunmehr selbst autofahrend - später öfter nach Frankreich und England fuhr, führte der Weg logischerweise über eben diese Autobahnen, die ich deshalb etliche Male abgefahren bin - nur auf die Idee, nach Belgien selbst zu fahren, kam ich kaum. Ein verregneter Urlaub 1977 in den Ardennen mit meinem damals besten Freund Thomas hat nach fünf Tagen eher Sehnsucht nach Holland oder Frankreich geweckt und so war ich natürlich oft dort - aber immer über Aachen und besagte beleuchtete Autobahnen.

Ich erinnere mich außerdem an ein Asterix-Heft, bei dem der gallische Held bei den Belgiern war und dort eine gute Küche kennengelernt hat, nicht so wie bei den Briten. Ich gebe zu, daß die belgischen Fritten allen anderen überlegen sind - wenn man sie noch bekommt (das flämische Wort dafür ist „patat“), doch das mag bei den Stadtbeschreibungen besser beleuchtet werden. Fährt man heute nach Belgien, sind die Autobahnen nicht mehr so doll, die Verkehrsführung in den Städten ist abenteuerlich bis gewöhnungsbedürftig und als gewiefte Händler haben die Belgier längst den Niederländern den Rang abgelaufen - auch dazu später mehr.

Außerdem fallen mir beim Gedanken an Belgien die Städte Brüssel und Antwerpen ein. Brüssel natürlich als Hauptstadt und als Hauptsitz der Europäischen Union und
vor meinem geistigen Auge sehe ich das berühmte Atomium. Das wurde 1958 im Zuge der Expo in Belgien errichtet und ist seitdem eins der Wahrzeichen der Stadt. Antwerpen habe ich als Hafenstadt im Kopf, allerdings hat da Rotterdam längst die Zügel in der Hand. Und die Stadt ist natürlich bekannt für den Diamantenhandel – einen Diamant Verlobungsring von einem Antwerpener Schmuckhändler zu verschenken macht schon was her! Auch Künstler wie Rubens und van Dyck stammen aus Antwerpen. Trotzdem gehören sie dieses Mal nicht zu meinen Zielen in Belgien – man kann sich ja auch nicht alles ansehen.

Man besorge sich also im idealen Fall eine Ferienwohnung zwischen Oostende und De Haan/Brenede möglichst am Meer, hat es dort nicht weit zur Stadt und zum Hinterland und von dort sind die flämische  Hochburgen Brügge und Gent gut zu erreichen - für Tagestouren allemal interessant. Das alte Flandern wird man heute auch in Monaten nicht bereisen können, aber ein paar schöne Städte schafft man auch in einer Woche. Ich beschränke mich auf den Bereich Oostende - Blankenberge - Brugge/Brügge und Gent.

Ausschnitt des alten Flandern um 1609
Karte des alten Flandern von Matthias Quadt, 1609 (Ausschnitt des nordwestlichen Teils)

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Flandern#mediaviewer/File:Quad_Flandria.jpg

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