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erstellt von Martin Schlu, Stand: 20.  Februar  2017
Lehrwerke für den ersten Instrumentalunterricht in Gruppen

Einleitung:   Zu den Schulen
Meine musikalische Ausbildung begann vor über fünfzig Jahren und war extrem unterschiedlich gegenüber dem, was ich heute mache. Als ich Kind war (ca. 1960 und später), war es üblich, daß begabte (?) Kinder aus den Mittel- und Oberschichtfamilien mit ca. vier bis sechs Jahren den Musikunterricht begannen. Meistens wurde eine Violine angeschafft oder ein Klavier, seltener ein Blasinstument oder ein Kontrabass und eine E-Gitarre und Schlagzeug waren noch unvorstellbar, denn das waren die Lärminstrumente der „Negermusik“ wie meine Elterngeneration abfällig den Rock 'n Roll oder Beat bezeichneten. Beat- und Rockmusiker waren ausnahmslos Autodidakten und meine Biographie umfaßte bis zur Pubertät dann auch Klavier und Blockflöte (wegen der Eltern), Gitarre im Konfirmandenunterricht, Posaune im Posaunenchor, E-Bass in einer Dixieband und Rockmusik mit der E-Gitarre. Später kamen noch über ein Dutzend Instrumente dazu (Schlagzeug, Tenorhorn, Saxophon, Synthesizer, Tuba, Orgel, Klarinette, Pauken, Horn in Bb und in F, Cello und Kontrabaß  etc.. ), so daß ich heute in der Schule prinzipiell mit jedem Instrument irgendwie fertig werde, weil ich auch alles unterrichten muß, was anfällt.

Streicher begannen früher mit vier bis sechs Jahren regelmäßig zu üben und wenn sie das zehn Jahre durchgehalten hatten, waren sie auf Disziplin geeicht. Der Kapellmeister gab so sozialisierten Streichern später z.B. die Anweisung, man solle „das spicato im mezzoforte ausführen“, die nun halbwegs erwachsenen Streicher nickten, holten hinter ihrem Ohr den Bleistift hervor, trugen die Anweisung in ihre Noten ein und spielten die Stelle fortan wunschgemäß. Bläser dagegen lernten selten als Kinder in der Musikschule, sondern mit Lust und Freude im Posaunenchor oder dem Musikverein und weil  die Gemeinschaft dort ein sehr hohes Gut ist, war die Musik in diesen Ensembles eher etwas, was neben der Geselligkeit auch passierte. Derart fröhlich sozialisierte Bläser würden auch heute in der gleichen Orchestersituation niemals eine Anweisung des Dirigenten klaglos hinnehmen, sondern immer fragen: „Warum?“

Im Folgenden geht es daher nicht um Lehrwerke, die ein Kind über sechs bis zwölf Jahre auf die Aufnahmeprüfung einer Musikhochschule vorbereitet (doch, das gibt es immer noch), sondern um ein Konzept, das ein Kind dazu befähigt, von Anfang an mit Freude in einem Ensemble mitzuspielen - wie und wo auch immer. Da ich seit 1998 Bläserklassen unterrichte, habe ich einfach eine gewisse Zeit gebraucht um alle die Dinge zu sammeln und aufzuschreiben, die für einen Anfängerunterricht nötig sind. Im Hintergrund habe ich außerdem noch meine Unterrichtstätigkeit für Posaunenchöre und Blasorchester und in den letzten Jahren sind noch Streicherkonzepte hinzugekommen (Rolland und Suzuki). Ich weiß also ungefähr, wovon ich rede, wenn ich meine Erfahrung der letzten Jahrzehnte vorlege.
Eine Schule für das erste Zusammenspiel von Bläsern und Streichern in allen möglichen Kombinationen gibt es so bisher nicht (auch nicht bei „Best in Class“ oder  Essential-Elements“) und so ist dieses Werk etwas Neues, was der Ergänzung und Erfahrung durch Sie bedarf.


Die unten aufgelisteten Ausgaben werden ständig aktualisiert, sind aber bereits für das erste und zweite Jahr benutzbar.

Streicher

Violine  Inhaltsverzeichnis - Viola Inhaltsverzeichnis
Violoncello Inhaltsverzeichnis - Kontrabass Inhaltsverzeichnis

Holzbläser
Flöte Inhaltsverzeichnis - Klarinette InhaltsverzeichnisAltsaxophon in Eb Inhaltsverzeichnis
- Tenorsaxophon in Bb - Inhaltsverzeichnis

Blechbläser
Trompete in Bb Inhaltsverzeichnis - Trompete in C Inhaltsverzeichnis
Bb-Horn in F
-
InhaltsverzeichnisF-Horn in F - Inhaltsverzeichnis - Posaune  Inhaltsverzeichnis

Rhythmusgruppe
E-Gitarre Inhaltsverzeichnis - E-Bass Inhaltsverzeichnis
Vibraphon
Inhaltsverzeichnis - Schlagzeug Inhaltsverzeichnis

Geben Sie mir bitte ab und zu eine Rückmeldung - das ist für die Nutzung nicht zuviel verlangt.


Martin Schlu

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